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Long Dark Kiss

 

Regie:  Valerie Landsburg  (USA 2005)

Originaltitel:    Bound by Lies

Darsteller:  Kirsty Swanson, Stephen Baldwin, Charles "Malik" Whitfield

Genre:   Krimi

 

  

 
Synopsis  ___________________________________________________

Nach einem missglückten Polizeieinsatz wird Detective Max Garett (Stefen Baldwin) für 6 Monate suspendiert. Als er den Dienst wieder aufnimmt, wird er in einem Mordfall eingesetzt. Direkt vor der Haustür der Bondagekünstlerin und Fetischfotografin Laura Cross (Kristy Swanson) wird eine Leiche gefunden. Max und sein Teamkollege Eddie bemühen sich aus ihren Beobachtungen ein paar Spuren herauszulesen. Die hübsche Laura ist mit ihrer Vorliebe für SM-Kunst zunächst selbst verdächtig.  

Die Ehe von Max ist auf dem Tiefpunkt angelangt und bald interessiert er sich mehr für Laura als für seine Ehefrau. Die Ermittlungen ergeben, dass Laura früher selbst Opfer einer Vergewaltigung war und Inspektor Eddie eine zeitlang näheren Kontakt zu ihr pflegte. Das führt zwischen den Polizisten zu einer gewissen Spannung als herauskommt, dass Max seine Nachtwache nicht nur im Flur absitzt, sondern eher im Bett mit Laura. 

Die Ermittlungen gehen unterdessen weiter und Hausmeister Boyle wird zum neuen Verdächtigen, als er sich nach einer Routinekontrolle aus dem Staub macht und in seiner Wohnung ein wahrer Laura-Schrein mit Bildern der Künstlerin gefunden wird.

 

Kommentar  ________________________________________________

Der europäische Titel „Long dark kiss“ ist etwas irreführend: der Film ist nämlich weder besonders Schwarz, noch wird darin viel geküsst. Der US-Titel „bound by lies“ verspricht ebenfalls mehr als er hält. Von Bondage ist kaum etwas zu sehen und die vermeindlichen Lügen entpuppen sich als recht harmlose Notlügen. 

Der Film wird als Erotikthriller angepriesen, ist aber letztendlich sehr harmlos. Abgesehen von einer Bettszene zwischen Laura und Max, ist von Erotik wenig zu sehen. Und der Thrill ist auch spärlich, da der Täter bereits nach kurzer Zeit feststeht. Aus SM-Sicht gibt es zwei interessante Szenen. Zum einen als Max die Fotografin Laura an einen Pfahl bindet und sich selbst als Fotograf versucht. Zum anderen die Badezimmerszene: Laura überredet Max sich in der Wanne fesseln zu lassen und dreht dann das Wasser auf um einen „realistischen“ Angstzustand zu erzeugen.  

Der Rest des Films ist quasi ein Routinekrimi, bei weitem nicht so explosiv wie man hätte erwarten können. Ach ja, ein paar Clichés dienen auch als Lückenfüller: der kunstaffine schwule Nachbar zum Beispiel, der arrogante Kunstkritiker oder die Gilde der Häppchenschmarotzer, die sich auf Vernissagen herumtreiben. 

Insgesamt ist „Long dark kiss“ ein unterhaltsamer Film, aber nicht mehr. Und für alle die auf gutaussehende Blondinen stehen, bietet K. Swanson durchaus etwas fürs Auge. Aber wenn Sie das Korsett etwas öfter getragen hätte und die Seile etwas intensiver und raffinierter um ihre Rundungen geschwungen worden wären, dann hätte der Fetischfan noch viel mehr Freude gehabt.

 

NOTE

EROTIK

FETISH

BDSM