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Mercy

 

Regie:  Damian Harris  (USA 1999)

Darsteller:  Ellen Barkin, Peta Wilson, Julian Sands

Genre:   Krimi

 

     

 
Synopsis  ___________________________________________________

Die Polizistin Catherine Palmer (Ellen Barkin) arbeitet an der Aufklärung einer Reihe mysteriöser Morde. Die Opfer sind junge Frauen, die offensichtlich von einem Serienkiller auf immer gleiche Weise ermordet werden. Catherine und ihre Kollegen finden regelmässig neue Leichen, grausam zugerichtet und nach der Tat gesäubert und geschminckt. 

Der ersten Ermittlungen führen zu Vicky (Peta Wilson), die Freundin eines der Opfer. Vicky ist zunächst nicht sehr redselig, aber Catherine bleibt ihr hartnäckig auf den Fersen. Nach und nach fügen sich einzelne Fragmente des Puzzles zusammen. Der gemeinsame Nenner zwischen den Toten besteht darin, dass es alles wohlhabende Frauen sind, zum Teil sogar verheiratet, die auf der Suche nach neuen erotischen Reizen sind, insbesondere lesbische Spiele und SM-Fantasien. 

Die Spuren führen zu allen möglichen Verdächtigen, wie zum Beispiel zu einem ex-Soldaten, der das seltsame Hobby hat, sexy Frauen zu erschiessen. Zwar nur mit Paintball-Kugeln, aber immerhin. Die Polizistin ist eigentlich eine starke Frau, die beinahe schon Machomanieren hat. Dennoch gerät sie in den Bann der hübschen Vicky, welche immer wieder Annäherungsversuche wagt und Catherine in einen Club für sapphische Ladies einführt. 

Die Ermittlungen führen auch zu dem Psychologen Dominick (Julian Sands) bei dem viele Frauen ihr Herz auf der Couch ausschütten. Oder zu einem abgelegenen Haus mit eingerichtetem Folterkeller, in dem Gäste ihre SM-Fantasien ausleben. Die verwirrten Spuren lichten sich nach und nach als Vicky und Dominick selbst ermordet werden und der Kreis der Verdächtigen kleiner wird.

 

Kommentar  ________________________________________________

Grundsätzlich bewegt sich der Film auf heissen Eisen. Hinter dem Krimi werden nämlich zahlreiche Themen wie lesbische Liebe, SM oder Crossdressing verarbeitet. Unterschwellig sogar das sehr ernste Thema des Kindesmissbrauchs. 

Ellen Barkin spielt die burschikose Polizistin, immer im wenig schmeichelhaften Herrenoutfit gedresst. Sie ist ein einsamer Workaholic und kippt abends gerne mal einen Whisky in der Kneipe oder angelt sich gelegentlich einen one night Stand. Im Gegensatz dazu steht Vicky, die blonde Verführerin mit der exhaltierten Weiblichkeit und dem immerwährenden Appetit auf neue erotische Abenteuer. Peta Wilson ist der heimliche Star in „Mercy“, weil sie ein wichtiges Element im Drehbuch ist, aber auch als Ladykiller für den erotischen Thrill sorgt. 

Julian Sands spielt den Seelenklemptner, der die Psychosen seiner weiblichen Patientinen betreut. Aber als Arzt ist er nicht besser als diese: er nutzt seinen Einfluss um die Frauen ins Bett zu locken und hat selbst eigenwillige Fantasien. Seine beste Szene im Film ist, als er sich als Frau travestiert. 

„Mercy“ ist kein schlechter Film. Insgesamt schöne Bilder, mit sinnlicher Erotik. Allerdings etwas langatmig. Es gibt sehr viele Nebenfiguren, die weder interessant noch relevant für die Story sind. Es wird sehr viel über Bondage und SM-Fantasien geredet, zu sehen gibt es davon allerdings nur wenig. Die schönste und seltsamste Szene aus Fetischsicht ist, als Vicky sich als Geisha im transparenten Latexkleid vor dem Fenster räkelt und darauf wartet mit Paintballkugeln „erschossen“ zu werden. 

Fazit: Zahlreiche vielversprechende Ideen, die aber nicht mit dem erwünschten Biss umgesetzt wurden. Ausgefallene Erotikfantasien, die schwerpunktmässig auf lesbischen Erlebnissen basieren. Der SM- und Fetischcontent ist hingegen gering.

 

NOTE

EROTIK

FETISH

BDSM