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Kommentar
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Grundsätzlich bewegt sich der Film auf heissen Eisen. Hinter dem
Krimi werden nämlich zahlreiche Themen wie lesbische Liebe, SM oder
Crossdressing verarbeitet. Unterschwellig sogar das sehr ernste
Thema des Kindesmissbrauchs.
Ellen Barkin spielt die burschikose Polizistin, immer im wenig
schmeichelhaften Herrenoutfit gedresst. Sie ist ein einsamer
Workaholic und kippt abends gerne mal einen Whisky in der Kneipe
oder angelt sich gelegentlich einen one night Stand. Im Gegensatz
dazu steht Vicky, die blonde Verführerin mit der exhaltierten
Weiblichkeit und dem immerwährenden Appetit auf neue erotische
Abenteuer. Peta Wilson ist der heimliche Star in „Mercy“, weil sie
ein wichtiges Element im Drehbuch ist, aber auch als Ladykiller für
den erotischen Thrill sorgt.
Julian Sands spielt den Seelenklemptner, der die Psychosen seiner
weiblichen Patientinen betreut. Aber als Arzt ist er nicht besser
als diese: er nutzt seinen Einfluss um die Frauen ins Bett zu locken
und hat selbst eigenwillige Fantasien. Seine beste Szene im Film
ist, als er sich als Frau travestiert.
„Mercy“ ist kein schlechter Film. Insgesamt schöne Bilder, mit
sinnlicher Erotik. Allerdings etwas langatmig. Es gibt sehr viele
Nebenfiguren, die weder interessant noch relevant für die Story
sind. Es wird sehr viel über Bondage und SM-Fantasien geredet, zu
sehen gibt es davon allerdings nur wenig. Die schönste und
seltsamste Szene aus Fetischsicht ist, als Vicky sich als Geisha im
transparenten Latexkleid vor dem Fenster räkelt und darauf wartet
mit Paintballkugeln „erschossen“ zu werden.
Fazit: Zahlreiche vielversprechende Ideen, die aber nicht mit dem
erwünschten Biss umgesetzt wurden. Ausgefallene Erotikfantasien, die
schwerpunktmässig auf lesbischen Erlebnissen basieren. Der
SM- und Fetischcontent ist hingegen gering.
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