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Romance
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Regie: Catherine Breillat (Frankreich 1999)
Alternativer Titel: Romance X
Darsteller: Caroline
Ducey, Sagamore Stévenin, François Berléand, Rocco Siffredi
Genre:
Drama |
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Synopsis
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"Romance" erzählt die
Geschichte von Marie (Caroline Ducey), einer jungen Frau, die sehr in
ihren Freund Paul (Sagamore Stévenin) verliebt ist. Sie versucht
krampfhaft eine harmonische Beziehung aufzubauen. Paul ist
angeblich ebenfalls in Marie verliebt, weigert sich jedoch
kategorisch mit ihr zu schlafen und verbringt seine Abende lieber
vor dem Fernseher. Marie bemüht sich sehr ihre Beziehung am
Leben zu erhalten, ist jedoch durch die erzwungene Enthaltsamkeit
frustriert. Sie wirft sich an den Hals von Paolo (Rocco
Siffredi), dem erstbesten Gigolo der ihr über den Weg läuft und
schläft mit ihm. Sie macht auch andere Männer auf der Strasse an und
lässt sich von einem Unbekannten im Treppenhaus nehmen.
Im täglichen Leben erscheint Marie
etwas verloren, neben ihren Schuhen. Als Lehrerin ist sie eine Niete,
kaum kundiger als ihre Schüler. Als sie sich beim Rektor
rechtfertigen muss, kommt sie erstmals richtig mit ihm ins Gespräch,
spürt seine Reife, seine innere Ruhe. Schnell werden Marie und Robert
intim und sie ist fasziniert von seinen philosophischen Ansichten
über die Liebe. Robert zeigt ihr aber auch neue erotische
Wege und entführt sie in sanfte Bondage-Spiele.
Irgendwie hängt Marie aber doch
an ihrem festen Freund und kann ihn endlich überreden, mit ihr zu
schlafen. Kurz darauf wird sie schwanger und hofft, dass dieser
Umstand ihre Beziehung festigen wird. Sie wird jedoch jäh enttäuscht
und geht monatelang wieder fremd. Innerlich beginnt sie zu kochen,
da Paul offensichtlich keine Reaktion auf ihr Doppelleben
zeigt. Bis zu dem Tag, als der angestaute Frust heraus muss und ihr
alle Sicherungen durchbrennen. |
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Kommentar
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"Romance" ist ein Drama und
hat kaum Gemeinsamkeiten mit anderen Beziehungsfilmen. Auf den
ersten Blick, ist Marie eine ruhige, zarte junge Frau.
Innerlich ist sie jedoch mit ihrem Leben unzufrieden. Der Film zeigt
das Leben verschiedener Personen als Aussenperspektive. Immer
wieder führt Marie aber Selbstgespräche und wendet sich damit
direkt an den Zuschauer. Sie erzählt von ihren Sehnsüchten, von
ihrer Lust, von ihrem Wunsch nach körperlicher Liebe. Laut und stark
fordert sie das Recht der Frau auf sexuelle Befriedigung. "Romance"
ist jedoch keinesfalls ein feministischer Streifen.
In der ungeschnittenen Version ist der
Film 99 Minuten lang und ist aussergewöhnlich freizügig für einen
Kinofilm. Und dennoch wirken die Erotikszenen (z.B. Oralsex in
Nahaufnahme) nie anstössig. Gegenüber anderen Filmen ist "Romance"
aussergewöhnlich, da der Streifen von einer Frau gedreht wurde und
aus dem Blickwinkel einer Frau entstand. Die BDSM-Szenen sind genau
genommen harmlos, auch wenn sehr filigran darauf hingezeigt wird,
dass dies Marie erregt. Robert ist offensichtlich kein
Fachmann in Sachen Bondage und seine nicht immer perfekten Versuche geben dem Film einige lustige Momente.
Das Originalkinoplakat zeigt eine
weibliche Hand, die offensichtlich zur Selbstbefriedigung anlegt.
Das Ganze mit einem grossen X verdeckt. Der Film wurde daher häufig
als "Romance X" betitelt, was nicht die Absicht der Regisseurin war.
Dies kann auch zu Missdeutungen führen: der Film hat zwar einen
hohen erotischen Anteil, ist jedoch kein XXX-Pornofilm. Das
Filmplakat und der Film selbst wurden in vielen Ländern zensiert und
es sind verschiedene Versionen in Umlauf mit zum Teil nur noch 84
Minuten.
"Romance" ist kein Pornofilm und die BDSM-Szenen
stehen nicht im Mittelpunkt. Interessant daran ist, dass dies sehr
natürlich rüberkommt, Fantasien die auch der Zuschauer erleben kann.
Im Kino wird der Mann meistens als Frauenheld dargestellt, als derjenige,
der immer für eine kleine Nummer zu haben ist. In diesem Film wird
der Spiess umgedreht: die Frau zeigt hier sexuelle Bedürfnisse und
setzt alles daran diese auszuleben. Insgesamt also ein
aussergewöhnlicher Film. Ich persönlich finde jedoch schade, dass
der dramatische Anspruch des Ganzen durch die übertriebene Naivität
von Marie oder die karikaturistische Darstellung des männlichen
Losers etwas stark abgeschwächt wurde.
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